Am 25. April konnte der 1. Vorsitzende der „Wilinaburgia“ Eugen Rudolf Ancke eine große Zahl von Vereinsmitgliedern in der Mensa des Weilburger Gymnasiums zur Jahreshauptversammlung des „Vereins der ehemaligen Mitglieder und der Freunde des Gymnasium Philippinum“ begrüßen. Sein Dank galt einleitend Oberstudiendirektor Stefan Ketter für die traditionelle Gastfreundschaft.
Nach der Ehrung der verstorbenen Mitglieder berichtete Ancke über die Situation des Vereins und seine Aktivitäten. Die Mitgliederzahl liege bei rund 1800 und sei in den letzten Jahren stabil geblieben. Wie immer seien zwei von den Schriftleitern Frank Bröckl und Volker Schmidt redigierte Mitteilungsblätter auf einem allgemein anerkannten Niveau erschienen. Außer ihnen verdiene Heinz-Ulrich Mengel für seine Beiträge über Weilburg ein Lob.
Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit bilde die Unterstützung des Gymnasiums. Das Medien- und Lernzentrum werde ebenso kontinuierlich unterstützt wie Exkursionen und Austauschfahrten. Tradition seien die Buchprämien für die von den Klassenkonferenzen am Ende des Schuljahres vorgeschlagenen Schülerinnen und Schüler sowie die Verleihung des Fritz-Glöckner-Preises für die besten Abiturietinnen und Abiturienten aus den drei Fachbereichen. Weiter könne die Schule auf Rat und Tat des Vereins zählen, wenn Veranstaltungen oder besondere Ereignisse Hilfe benötigten. Ancke betonte, dass diese Arbeit nur durch die Zahl der Mitglieder zu gewährleisten sei und viele von ihnen mit einer Beitragszahlung, die über dem jährlichen Beitrag von 12 Euro liege, ihre Wertschätzung für den Verein und die Schule bekundeten. Die enge Verbindung zwischen Schule und Verein komme auch in der jährlichen gemeinsamen Sitzung des Vorstandes und der Schulleitung zum Ausdruck. Schließlich forderte er dazu auf, neue Mitglieder zu werben. Weiter führte er aus, dass der Tod des Ehrenvorsitzenden Heinz Kalheber vor einem Jahr und der Tod des langjährigen Geschäftsführers Markus Langner im Januar ein schmerzlicher Verlust für den Verein gewesen seien.
Anckes besonderer Dank galt dem Kassenwart Dr. Markus Horz für seine zuverlässige Kassenführung. Diese attestierten ihm auch die Kassenprüfer Sina Schermuly und Robin Knecht. Auf ihren Vorschlag wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Als neue Kassenprüfer wählte die Versammlung Ulrike Baum und Dr. Jörn Schweisgut.
Wie in jedem Jahr ehrte der Verein jene Mitglieder, die ihm 25, 40, 50, 60, 70 und 75 Jahre angehören. Eine besonderen Beifall gab es für Ingeborg Vogelsang-Dali, die seit 75 Jahren Mitglied ist.
Zwei Vorträge standen am Ende. Im ersten erläuterte Schulleiter Stefen Ketter, wie Digitalisierung und KI Schulleben und Unterricht heute beeinflussen. Mit einer „Zukunftswerkstatt“ werde sich die Schulgemeinde im August diesen Herausforderungen und dem soziologisch zu beschreibenden Wandel der Familien der stellen, um eine Antwort auf diese Problemfelder schulischen Lernens zu finden. Auch in 50 Jahren solle es noch ein Gymnasium geben, das Leistung fördert und seine Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg angemessen unterstützt.
Im zweiten Vortrag stellte Dr. Markus Horz als Betreuer des physikalischen Sammlung abrisshaft die Restaurierung des Himmelsglobus von 1817 vor. Zusammen mit Wolfgang Radkovsky hatte er dieses Projekt angestoßen. Mit Hilfe der Restauratorin Gabriele Emonts-Holley vom Team der Ratinger Restauratoren, finanzieller Unterstützung der „Wilinaburgia“ und weiterer Sponsoren könne nach über einjähriger Arbeit der perfekt restaurierte Globus nun in einer Vitrine bewundert werden.
Am Ende wünschte der 1. Vorsitzenden allen einen guten Heimweg, vor allem aber denen, die den Tag mit einem Klassentreffen fortsetzten, angenehme Stunden voller Erinnerungen.



