Aus dem aktuellen Heft
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Wilinaburgia Nr. 242

Liebe Leserinnen und Leser,

fahren Sie gerne mit der Bahn? Die Spezies der aktiven hessischen Beamten kann es seit dem 1. Januar mit dem Landesticket auf allen Linien des Nahverkehrs kostenlos. Was die Tarifparteien dazu bewogen haben mag, bleibt für mich ein Rätsel. Doch da Beamtinnen und Beamte gern als sparsam bezeichnet werden, wenn nicht sogar als knausrig gelten, liegt es für den Ab-und-an-Bahnfahrer nahe, sich unter diesen Umständen den Slogan der Schweizer Bundesbahn zu eigen zu machen: Der Kluge reist im Zuge. Mit ihm ging es also jüngst in Goethes Geburtsstadt.

Und wie ein Zug kam mir, als alle Beiträge für das neue Heft beisammen waren, das Mitteilungsblatt vor. Auf bekannter Strecke hält es an den bekannten Stationen: Beiträge, Rund um Weilburg, Von der Schule, Verein, Jahrgänge, Vermischtes. Doch die Eindrücke hängen bei jeder Bahnfahrt von der Zugart (Regionalbahn oder Regionalexpress), den Fahrzeiten, den Mitreisenden, den Jahres- und Tageszeiten ab, nicht zu vergessen, ob man links oder rechts sitzend, vorwärts- oder rückwärtsfahrend aus dem Fenster schaut.

Wenn man es denn tut und nicht mit geschlossenen Augen, den Kopfhörer im Ohr den Klängen aus dem Handy lauscht oder sich mit ihm, weder links noch rechts schauend, anderweitig beschäftigt, ja dann kann man zwischen den bekannten Wegmarken immer wieder Neues oder Altes neu entdecken, neue Perspektiven einnehmen und dabei feststellen, dass die Zeit nicht stehenbleibt und die Welt sich stets verändert.

So ist auch diesmal wieder eine ansehnliche Zahl an Beiträgen eingegangen, welche die Kapitel füllen und ein, so steht zu hoffen, interessantes Potpourri für Sie ergeben.

Die winterliche Witterung auf dieser Bahnfahrt, regte mich zu einem weiteren Vergleich an. Aus einem kleinen Schneeball kann mit einigem Fleiß ein Schneemann werden. Oder die Spuren im Schnee lassen Rückschlüsse auf etwas zu, das sie vor einiger Zeit hinterlassen hat.

So führten mich die Erinnerungen Werner Klums an seinen Schulweg 1944 zum Arbeitserziehungslager in Hundstadt.Und Hans-Ulrich Mengels Beitrag zu den legendären Freitischen an der nassauischen Landesuniversität Göttingen reizt zum Nachforschen. Die 50, dann 60 Taler, die der Herzog von Nassau seinen Landeskindern gewährte, deckten vielleicht ein Viertel der jährlichen Studienkosten oder die Kosten für die Ernährung. Außerdem gab es an der Georg-August-Universität noch eine Vielzahl anderer Stipendiaten, ein "Nassauer" zu sein, war also nicht außergewöhnlich. Schließlich geht die Sprachforschung heute davon aus, dass das Verb "nassauern" auf das Rotwelsche .nassenen" (schenken) und das jiddische .nausnen" (geben) zurückgeht. 

Vorwärts geht es jedenfalls mit der Schule. Im Februarwurde das neue Musikgebäude eingeweiht. Bereits im vergangenen Oktober freuten sich die ersten Schüler über den neuen "Forscherraurn" in den Naturwissenschaften. Wie sonst auch folgte die Wilinaburgia in beiden Fällen gerne und großzügig ihrem Auftrag, die Schule zu unterstützen.

Vorwärts geht es ebenfalls mit der Homepage des Vereins. Eine."Timeline" ist im Aufbau. Was es mit ihr auf sich hat, steht auf Seite 49. Mehr über die Vereinsarbeit erfahren Sie in diesem Heft, noch mehr dann am 21. April auf der Jahreshauptversammlung. 

Am Ende gibt es endlich wieder einen literarischen Text. Janina Sartorius, eine Schülerin der Klasse 12, gewann mit der "Wölfin" den Schreibwettbewerb "Ohne Punkt und Komma".

Bevor Sie sich nun der Lektüre dieser Geschichte und des Heftes widmen, möchte ich Sie noch zu zwei Dingen ermuntern: Schreiben Sie für Ihr Mitteilungsblatt und engagieren Sie sich für Ihren und in Ihrem Verein "Wilinaburgia". Beiträge und aktive Mitarbeiter sind immer willkommen.

Volker Schmidt

 

 



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